Ein Spitzel übt eine ähnliche Tätigkeit aus wie ein Spion, allerdings ist dieser Ausdruck negativ angesehen. In den meisten Fällen versuchen diese Spitzel entweder für persönliche Vorteile oder aber gegen Entgelt Informationen über Personen, Gruppen oder Organisationen herauszufinden, die sie dann verwerten können. Oftmals werden solche Informationen an Nachrichtendienste oder die Polizei weitergegeben.
In der früheren DDR waren Spitzel als so genannte „Inoffizielle Mitarbeiter“ (IMs) unterwegs und ermittelten für den Staatssicherheitsdienst (Stasi). Die erhaltenen Informationen, beispielsweise über potenzielle staatsfeindliche Aktivitäten, verwendete die Stasi, um den entsprechenden Personen das Leben schwer zu machen.
Der Begriff des Spitzels stammt ursprünglich aus dem Mittelalter. Damals waren Schornsteinfeger unterwegs und mussten durch die schmalen Kamine in den einzelnen Häusern klettern. Dadurch erhielten sie Einsicht in die Familiengeschehnisse in den Häusern und konnten diese gegen einen Lohn an die Obrigkeit übermitteln. Aus diesem Grund ist ein Spitzel von Beginn an als negativ betrachtet worden.

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